Bürgerinitiative "Lebenswertes Lottbek"

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Liebe Leser,

wir sind nicht autorisiert, die Artikel des "Markt" als Kopien abzubilden. Daher geben wir hier den Wortlaut wieder:


Aktionstag der Bürgerinitiative "Lebenswertes Lottbek"

Bank mit Zukunftsaussicht


Ammersbek (syr). Sind diejenigen, die gegen eine Veränderung kämpfen, zwangsläufig rückständig? Oder sind sie vielmehr vorausschauend, fortschrittlich? Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Lottbek" gehört mit Sicherheit zur zweiten Gruppe. Zeitig genug, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, meldet sie sich zu Wort und weist in friedlichem Protest auf einen Missstand hin, bevor er unverrückbar Realität wird.

Zu einem Aktionstag, in dessen Mittelpunkt dem geplanten Bauvorhaben der Stadt Ammersbek ein Bauvorhaben der besonderen Art entgegen gesetzt wurde, lud die Bürgerinitiative ein. Gebaut wurde statt einer Vielzahl von Häusern auf 14 Hektar Grünfläche eine stabile Parkbank. Sie soll zum Ausruhen und Betrachten einladen. Und es lohnt, diese Gelegenheit zu ergreifen: Der Blick schweift über Felder und Wiesen. Auf dem Gebiet, wo nach Willen der Investoren so bald wie irgend möglich Häuser in unterschiedlichsten Höhen entstehen sollen, grasen zurzeit Pferde, und Grünland umgibt die wenigen Einzelhäuser, die zwischen der Bundesstraße und dem nahen Naturschutzgebiet liegen. Soll diese Idylle erhalten werden, damit nur einige, wenige privilegierte Bürger in Ruhe leben können oder gibt es weit reichendere Überlegungen, die zur Gründung der Bürgerinitiative führten? Auf der Hand liegen sowohl ökologische als auch ökonomische Gründe. Ammersbek wie alle umliegenden Gemeinden ist an der Ansiedlung neuer Bürger interessiert. Doch dafür bedarf es nicht neuer Baugebiete. Schon jetzt stehen im gesamten Ortsgebiet viele Wohnmöglichkeiten für junge Familien zur Verfügung und können problemlos im vorhandenen Siedlungsgebiet des Ortes zusätzlich geschaffen werden. Wer nach Ammersbek zieht, sucht die ländliche Wohnqualität und möchte nicht erst durch neu angelegte Straßen wandern, bevor das erste freie Feld sichtbar wird. Denn es bleibt nicht nur bei ein paar Neubauten. Die Stadt muss sich verpflichten, die passende Infrastruktur zu schaffen, das heißt weitere Straßen, weitere Bauten, weitere Versiegelung der Flächen, für die Gelder bereitgestellt werden müssen. Doppelt falsch ausgegebenes Geld, wie die Bürgerinitiative anmahnt. Denn es hilft weder der angedachten Vergrößerung des Ortes noch der umgebenden Natur. Orte wie Ammersbek haben ihren Charme und ihre Anziehungskraft durch die Ausstrahlung, die Natur und gewachsene Ansiedlung über viele Jahre bieten. Niemand kann und darf sich Veränderungen völlig entgegenstellen. Doch bevor Fakten geschaffen werden, die unwiderruflich sind, muss erst geprüft werden, ob sie nützlich sind und für wen. Kommt diese Prüfung zu dem Ergebnis, dass einzig investitionsfreudige Unternehmen einen Nutzen sehen, wäre dies weder für die Stadt Ammersbek, noch für seine Natur und sicherlich nicht für seine Bürger eine Bereicherung. Es ist richtig, bei Zeiten die Notbremse zu ziehen, um einen verhängnisvollen Zusammenstoß mit Bürgern und Natur zu vermeiden. Beide sind das wahre Herz des Ortes - viel mehr als am Profit orientierte Unternehmen.






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